Philipp-Dieffenbach-Schule, Friedberg ...

... eine Schule in Bewegung

Schulchronik

Infolge der Schulraumnot der „Gemeinsamen Musterschule“ (1951: 37 Klassen, 1560 Schüler), die auch durch die Errichtung der Adolf-Reichwein-Schule (1953-1962) nicht behoben werden konnte, war eine 3. Volksschule (Grund-, Haupt- und Realschule) in Friedberg dringend notwendig. Am 10. März 1962 beschloss das Stadtparlament die Errichtung einer neuen Volksschule „West“ am damaligen Rande der Stadt auf der Seewiese. Der durch das Grundstück fließende Seebach sollte erhalten bleiben. Der 1. Bauabschnitt der Philipp-Dieffenbach-Schule wurde am 15.11.1965 begonnen. Er beinhaltete 20 Normalklassen, eine große Pausenhalle, die sich unter dem Gesamttrakt erstreckt; außerdem einen Fachklassentrakt, einen Gemeinschaftsraum, den Verwaltungstrakt, das Lehrerzimmer, verschiedene Nebenräume und ein Wohnhaus für den Hausmeister. Im 2. Bauabschnitt sollten die Sporthalle und weitere Fachklassenräume erstellt werden. Am 11. Oktober 1966 wurde nach einer Bauzeit von 11 Monaten das Richtfest des 1. Bauabschnittes gefeiert.  

 

Warum Philipp-Dieffenbach-Schule ?

Philipp Dieffenbach wurde 1786 in Dietenbach geboren. Er war Professor für Geschichte an der Universität Gießen (1816), Rektor der Augustinerschule in Friedberg (1818). 1828 entwickelte er ein Schulprogramm für Friedberg. 1938 gründete er die „Gemeinsame Musterschule“. Er war Mitglied der „Nassauischen Altertumskunde“, des „Historischen Vereins zu Darmstadt und zu Kassel“. Dieffenbach hatte die Schriftleitung des „Intelligenzblattes für die Provinz Wetterau“ und war Mitbegründer der „Wetterauer Gesellschaft für Gesamtnaturkunde“. Er gehörte dem „Verein für Geschichte und Altertumskunde in Wetzlar“ und der „Gesellschaft für Frankfurter Geschichte und Kunst“ an. 1857 veröffentlichte er die „Geschichte der Stadt und Burg Friedberg“. Vor allem war er aber Pädagoge. Seine Grundsätze von einer gemeinsamen Schule für Jungen und Mädchen nach demselben Bildungsplan verwirklichte er in der Entwicklung einer Schule, die er als Rektor leitete. Für seine Verdienste für die Stadt Friedberg, beschlossen der Magistrat und die Stadtverordneten-versammlung der 1967 eingeweihten damals noch Volks- und Realschule den Namen Philipp-Dieffenbach-Schule zu geben.                     

 

 


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